Zurück aus der Zukunft: Neues JavaScript gibt’s auch für alte Browser

Ein Beitrag von Andreas Kausler.

Jeden Tag erblicken neue, nützliche Web-Technologien das Licht der Welt. Und jeden Tag verhindern Unmengen an veralteten Browsern, die flächendeckende Implementierung dieser Technologien. Kann man das im privaten Bereich noch gut ausblenden, geht das beruflich nicht. Zu groß und zu wichtig die Zahl der betroffenen Nutzer. Der JavaScript Compiler Babel verspricht in einem Punkt Abhilfe.

Stellen wir uns folgendes vor:

Projektanfang. Voller Elan kommt der Vorschlag, die neueste JavaScript Version, EcmaScript6 (ES6), zu benutzen. So viel mehr Komfort, neue Funktionen und ach, damit wird eh alles besser. Das Teufelchen auf der einen Schulter freut sich schon hämisch: „Die ganzen Steinzeit-Browser verstehen das ja nicht, mal sehen wie denen das bekommt!“ Doch dieses Mal erwidert das Engelchen: „Bestens, denn mit Babel wird das moderne ES6 für alte Browser automatisch in das für sie verständliche ES5 übersetzt.“ Der Teufel – schockiert, sprachlos, bar jeglicher Farbe im gehörnten Gesicht – läuft in sich zusammen. Die Entscheidung für ES6 steht. Zusammen mit – und dank – Babel.

Zugegeben, im echten Leben ist der Prozess weniger märchenhaft. Der Nutzen bleibt jedoch derselbe, auch wenn die Idee von Babel nicht sonderlich neu ist. CoffeeScript und TypeScript verfolgen beide einen ähnlichen Ansatz: Eine „verbessertes“ JavaScript zu benutzen und diese dann wieder in das für Browser verständliche „normale“ JavaScript zu transpilieren (übersetzen). Der Vorteil von Babel liegt jedoch in seinem Grundkonzept als Plattform und nicht als Sprachspezifikation. Es läuft auch im Verbund mit vielen weiteren Technologien reibungslos, wie zum Beispiel JSX oder Flow, und kann mit vielerlei Plugins optimiert werden. Und während es ES6 für alte Systeme interpretierbar macht, bereitet es dieselbe Funktionalität schon für ES7 vor.

Frischer Wind für’s Frontend

JavaScript selbst ist heute ein essentieller Bestandteil praktisch jeder Website, die mit Interaktivität und Dynamik punkten möchte. Jede Verbesserung an einer so etablierten Programmiersprache ist für Entwickler bare Zeit und damit Geld wert. Diese nicht nutzen zu können oder gar einen Doppelaufwand mit zwei Versionen (z. B. ES6 und ES5) zu betreiben, macht aus technischer und wirtschaftlicher Sicht betroffen. Babel löst diese Betroffenheit.

Deswegen nutzen auch wir Babel. So müssen wir uns weniger Gedanken um die Kompatibilität unser Websites machen und haben mehr Zeit, um uns auf die wichtigen Dinge bei der Arbeit zu konzentrieren: innovative Content-Management-Systeme wie Neos zum Beispiel.

Babel ist übrigens komplett kostenlos verfügbar. Zur Installation gibt es sogar eine sehr ausführliche Anleitung. Wem das zu komplex ist, kann einfach uns fragen. Seit mehr als 17 Jahren sind wir Ansprechpartner für digitale Lösungen aus einer Hand. Also, hau in die Tasten und schreib uns unter:

hello@camao.one

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Der Autor

Andreas Kausler vor rotem Hintergrund Andreas Kausler
Developer, Darmstadt