Auf den Geschmack gekommen: Usability Testessen bei CAMAO

Ein Beitrag von Fania Bremmer.

Usability geht durch den Magen. Das wissen wir bei CAMAO schon (mindestens) seit 2014, als wir das erste mal Gastgeber für ein Usability Testessen waren. Gestern Abend war es wieder soweit und rund 40 bunt gemischte Personen haben sich zu Pizza, Bier und natürlich einer Vielzahl an spannenden Tests in unserem Darmstädter Büro eingefunden.

Aber halt, halt, halt. Was ist denn überhaupt ein Usability Testessen, fragen sich vielleicht einige von euch. Fangen wir mit dem Kern der Sache an: Um ein gutes Produkt zu entwickeln, hilft es ungemein, dieses – früh und oft – an (potenziellen) Anwendern zu testen. Das Usability Testessen soll eben dafür Gelegenheit bieten. Denn dies noble Anliegen kommt im Arbeitsalltag aus Zeit- oder Kostengründen oft zu kurz. Mit Pizza und Bier lockt man dann Leute auch nach Feierabend zum Testen. Wer einmal da war, merkt aber meist schnell, dass es auch einfach viel Spaß macht und eine einmalige Gelegenheit ist, die Produkte von den verschiedensten Unternehmen, groß und klein, schon in frühem Stadium kennenzulernen. So weit, so gut.

Nach der Pizza, fertig, los! Usability Testessen in sechs Runden

Nach einer kurzen Einführung zum Thema „Usability Testessen“ vom Testessen-(Mit)Erfinder persönlich, Philipp Hormel, ging es ans Eingemachte. An 11 Stationen von 10 Unternehmen konnten sich die satten Tester gütlich tun – wir selbst waren mit zwei Stationen vertreten. In gemütlicher Atmosphäre waren auch einige namhafte Unternehmen am Start und begierig auf Feedback. Die Lufthansa Group ließ ihren Chatbot auf die Anwesenden los; die Deutsche Bank hatte mehrere Testszenarien für ihre Website vorbereitet und auch wir ließen das IoT-Portal von T-Systems (wir berichteten) in Bezug auf Usability und Wording prüfen.

Etwas kleiner im Maßstab, aber nicht minder spannend waren auch die anderen Teststationen besetzt: Unsere Nachbarn von COSYNUS ließen die Verbesserungen für ihr SmartMeeting Browser-Plugin testen; das Startup-Banner wurde von StartupSecure und n.easy hochgehalten. StartupSecure hilft Startups aus dem Bereich IT-Sicherheit und n.easy ist selbst ein Startup, das Netzwerken auf ein neues Level heben möchte. Bei beiden stand jeweils ihre Website im Vordergrund der Testing-Bemühungen.

AUTHADA trauten sich mit ihrer App an ein Daten-Heiligtum der Deutschen: den Personalausweis. Wenn man ihn schon erfassen lassen muss, zum Beispiel bei der Bank, dann doch bitte komfortabel auf digitale Art und Weise. Persönlich sollte auch die Ansprache unseres Facebook-Chatbots für Hyundai sein, den wir an unserer zweiten Station zum Testen bereit hielten. Abgerundet wurde das Feld von Vollbild Audiovisuell und der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen.

Test, Test: Usability Soundcheck erfolgreich!

Rund zwei Stunden konnten die Tester jeweils im 12-Minuten-Takt die Websites, Prototypen, Wireframes und Apps testen. In der gemeinsamen Abschlussrunde konnten alle Teilnehmer ihre Erfahrungen nochmal vor versammelter Mannschaft teilen. Wir haben an unseren zwei Stationen wertvolles Feedback sammeln können, das sicherlich einen Weg in die Produkte findet. Wenn beispielsweise eine Testerin sagt „Okay, jetzt bin ich lost“ öffnet einem das die Augen und zeigt einem aber auch direkt Verbesserungsmöglichkeiten auf.

Für uns war der Abend ein voller Erfolg: Als Gastgeber konnten wir viele neue Leute mit spannenden Produkten kennenlernen und als „Product Owner“ gleich selbst nützliches Feedback für unsere eigenen Produkte mitnehmen. Wir freuen uns schon aufs nächste Usability Testessen und sagen Danke an alle Teilnehmer!

Die Autorin

Fania Bremmer Fania Bremmer
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