Social Media Advertising? Unsere Trends 2019

Social Media Advertising Trends 2019

Ein Beitrag von Jan Weiss.

Der Social-Media-Auftritt ist aus dem Marketing etablierter Unternehmen längst nicht mehr wegzudenken. Klar, dass auch Social Media Advertising immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Kaum eine andere Werbeform verändert sich dermaßen schnell, was Unternehmen zu permanenten Wissenserweiterungen und Strategieanpassungen antreibt. Ist der Wissensstand einmal aktuell, spielt etwa Facebook neue Features und Algorithmen ein und Werbetreibende befinden sich wieder am Anfang. Im folgenden Beitrag möchte ich ein paar Tipps geben, welche Social-Media-Advertising-Trends Werbetreibende in diesem Jahr auf dem Schirm haben sollten – und wie sie angegangen werden können.

Trend 0: Für mehr System

Den Facebook Business Manager gibt es zwar schon lange, aber wir können ihn nur jedem ans Herz legen. Wer sich ernsthaft mit Werbeanzeigen auf Facebook (oder der Tochter Instagram) beschäftigen will, findet im Business Manager ein mächtiges Tool.

System bietet der Business Manager in der detaillierten Zielgruppenbestimmung als auch im nachstehenden Reporting. Ein genaueres Targeting der exakten Zielgruppe können herkömmliche Werbeformen nicht bieten. Das Beste jedoch ist, dass die Kosten noch um ein Vielfaches günstiger sind, wie die folgende Tabelle zeigt:

Infografik Social Media Advertising: Werbemedien TKP in Euro
Befindet sich die allgemeine Zielgruppe auf Social-Media-Kanälen, so sollte diese auch aus wirtschaftlichen Gründen über Social Ads angesprochen werden. (vergrößern mit Klick auf Bild)

Dass die Plattformen Facebook und Instagram beide zum Großkonzern Facebook Inc. gehören, ist allgemein bekannt. So ist es dem Anwender im Facebook Business Manager auch möglich, Werbeanzeigen direkt auf Instagram zu schalten. Derzeit sind jedoch einige Features, die auf Facebook bereits bestehen, auf Instagram noch nicht adaptierbar oder verfügbar.

Trend 1: Instagram Follower Ads

Follower und eine große Fanbase wünscht sich jedes Unternehmen. Um dieses Ziel nicht nur organisch, sondern auch über gezielte Werbeanzeigen zu erreichen, gibt es einen einfachen Hack.

Auf Facebook können Unternehmen mittlerweile direkt in einer Ad den „Gefällt mir“-Button für ihre Seite einbinden. Ein entsprechendes Gegenstück für Instagram fehlt bislang. Daher muss hier ein anderer Weg gegangen werden, um die Follower-Zahl auszubauen – zum Beispiel Traffic auf das Unternehmensprofil bringen. Anstatt wie in einer Anzeige oftmals üblich auf die Homepage zu verlinken, wird die Instagram-URL verlinkt. Hierzu wird lediglich ein „Deeplink“ benötigt, sodass der User nicht von der Instagram-App zum Browser geleitet wird. Eine exakte Anleitung zu diesem Thema findet ihr auf allfacebook.de.

Trend 2: Videoformate (Instagram)

Bewegtbild ist die Zukunft von Instagram – das sollte jedem Marketer bekannt sein. Wird durch den Explore-Bereich gescrollt, erscheinen zahlreiche Videos. Erklärtes Ziel von Instagram ist es, YouTube Konkurrenz zu machen. Noch steht Instagram am Anfang, was das bisher unausgereifte Format IGTV zeigt.

Instagram und sein Mutterkonzern Facebook Inc. fördern Videos nicht nur im Explore-Bereich, sondern auch mit den günstigen Auktionspreisen der Werbeanzeigen. Das Schalten von Video-Anzeigen sollte demnach nicht nur aus visuellen Gründen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen nicht außenvorgelassen werden.

Trend 3: WhatsApp Chatbot

Der WhatsApp-Chatbot ist bis jetzt kaum bekannt oder in Unternehmen etabliert. Marketer suchen seit Jahren nach einer Möglichkeit, noch direkter mit dem Kunden zu kommunizieren – und hier ist sie. An dieser Stelle wollen wir aber nicht auf die standardisierten Antworten auf Direct Messages eingehen, sondern die Chancen der Newsletter-Übertragung auf Messenger-Dienste aufzeigen.

Fast jedes Unternehmen versucht Newsletter an den Kunden zu bringen. Oftmals landen diese direkt im Papierkorb. Hier schaffen Chatbot-Dienste Abhilfe: Kunden tragen sich freiwillig in einen Verteiler ein, um News zu erhalten. Ein erfolgreiches Pilotprojekt kommt von der Süddeutschen Zeitung: Schreibt man einer Mobilnummer der Süddeutschen das Wort „START“, so erhält man zweimal täglich die wichtigsten News.
Dieses Prinzip ist auch auf Unternehmen anwendbar, indem man den Kunden mit Incentives wie Rabatt-Codes anlockt. Derzeit gibt es sehr wenige Unternehmen, die diese Werbeform anwenden – daher ein klarer Trend für 2019!

PS: Mehr über Chatbots aus der technischen Sicht erfahrt ihr in unserem Blog-Beitrag „Making Conversation: Der Business-Nutzen von Chatbots & wie man sie erstellt“.

Trend 4: Influencer Marketing

Influencer Marketing ist einer der derzeit größten Marketing-Trends. Warum ist das so? Das Feld der verschiedenen Kooperationsformen zwischen Unternehmen und Meinungsführern auf Social-Media-Plattformen ist groß. Von der direkten Content-Kreation über das Anpreisen von Produkten bis hin zur Produktentwicklung kann mit einem Influencer kooperiert werden. Die Content- und Bildqualität der meisten Influencer ist oftmals schon so hoch, dass die geschossenen Bilder auch für Printkampagnen genutzt werden können. Influencer haben sich in einer bestimmten Nische eine große Community aufgebaut und werden dort als Experte angesehen.
Ein Paradebeispiel dafür ist Daniel Fuchs, bekannt unter seinem Instagram-Namen magic_fox, der in diesem Jahr zusammen mit aboutyou.de eine Modekollektion herausgebracht hat.

Das Influencer Marketing ist in der Wirkung ähnlich wie geschaltete Ads. Der Vorteil liegt jedoch in der direkten Kommunikation des Influencers zum User. Akzeptanz und Glaubwürdigkeit sind höher als bei „unpersönlichen“ Werbeanzeigen, die sowieso jedes Unternehmen schaltet. Die Auswahl an Influencern ist riesig und geschönte Follower-Zahlen gibt es auch. Wählt man jedoch den richtigen Influencer aus, ergeben sich große Chancen und Möglichkeiten für Unternehmen – und dies ist nicht nur für Instagram relevant, sondern auch für YouTube, Facebook und Weblogs.

Social Media Advertising: Quo vadis?

Keine Werbeform entwickelt sich so rasant wie das Social-Media-Marketing. Welche Trends 2019 ein Investment wert sind, hängt von der jeweiligen Branche und den Unternehmenszielen ab. Wir strecken konstant die Fühler aus und lernen auf Messen wie der AFBMC dazu. Das ist auch unser Tipp an euch, denn: Up-to-date sein – sowohl in Hinsicht auf die Plattform als auch auf die eigene Zielgruppe – ist für erfolgreiches Social Media Advertising heutzutage einfach unabdingbar.

In diesem Sinne: allfacebook.de berichtet verlässlich über sämtliche News zum Thema Social Media Advertising. Die Seite dient somit als Trendpool Nummer Eins und sollte wöchentlich durchforscht werden – und natürlich lohnt sich auch immer ein Blick in unser Blog.

Der Autor

Jan Weiss Jan Weiss
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