4 Alternativen zur Werbung auf Facebook: Leben in einer Post-„Cambridge Analytica” Welt

Shopper checking list in supermarket aisle

Ein Beitrag von Cornelia Göppel.

Die Wogen um Facebooks Datenskandal glätten sich langsam. Die Konsequenzen für das Unternehmen, die Werbelandschaft sowie Hinz und Kunz wurden breit diskutiert. Wir werfen nun einen Blick auf vier Alternativen zur Werbung auf dem größten sozialen Netzwerk.

INSTAGRAM – Für die jungen Wilden

Instagram gehört zum Konzern Facebook, insofern sollte man auch hier kritisch sein. Da das Ökosystem von Instagram deutlich geschlossener ist als das von (der App) Facebook, sind die Nutzerdaten jedoch etwas besser vor den Händen Dritter geschützt. Abgesehen davon erreicht Instagram die von Facebook abwandernde junge Zielgruppe deutlich zuverlässiger. Bei Werbern ist Instagram sowieso wegen seiner hohen Interaktionsrate beliebt. Für Zielgruppen bis 30 Jahre ist Instagram also eine starke Wahl, bei der kontinuierlich neue Werbeformate hinzukommen.

YOUTUBE – Bewegung in der Werbung

Die größte Videoplattform der Welt hat ein florierendes Werbegeschäft, das jedoch mit eigenen Macken aufwartet. Die größte Sorge ist die „Brand Safety“, die in den Fokus der Öffentlichkeit geriet, als Werbung von großen Konzernen vor rassistischen Videos gespielt wurde. Dem soll mit einer zweiten Verschärfung der Regeln zum Monetarisieren von Content Einhalt geboten werden.

Trotzdem gibt es viele gute Gründe, auf YouTube Werbung zu schalten: Nirgendwo sonst ist Video-Content so sehr in die Nutzererfahrung integriert wie dort. Wenn man die riesigen Nutzerzahlen – bis zu 35 Mio. in 2016 – berücksichtigt, wird schnell klar, dass es für Unternehmen auf YouTube heute noch einiges mehr zu holen gibt.

PINTEREST – Inspiration zum Machen (und Kaufen)

Mit ca. 200 Mio. globalen Nutzern auffallend klein, aber doch ein ewiger Geheimtipp. Pinterest punktet für Nutzer besonders bei Lifestyle-Themen (z. B. Kunst, Kochen, Gesundheit/Beauty, Kleidung). Aus Unternehmenssicht lockt vor allem die hohe Bindung der Nutzer an die Inhalte – und dadurch der positive Einfluss auf die Sales. Laut einer von Pinterest selbst (in Zusammenarbeit mit Oracle Data Cloud) veröffentlichten Studie, benutzen 93 % der Pinterest-Nutzer die Plattform zur Einkaufsplanung und 87 % haben schon ein Produkt gekauft, nachdem sie es auf Pinterest gesehen haben.

GOOGLE – Bekannt und verlässlich

Im europäischen Markt ist Google nach wie vor der unumstrittene Platzhirsch bei der Online-Suche. Und der Gedanke, Werbung genau dann zu platzieren, wenn ein Nutzer nach dem relevanten Stichwort sucht, hat nichts von seinem Reiz eingebüßt.

Google AdWords, als prominentester Vertreter des Suchmaschinenmarketing, ist dazu ein sehr ausgereiftes Produkt, das den Werbetreibenden viele Möglichkeiten zur Steuerung und Evaluation ihrer Kampagnen bietet.

FAZIT – Im Schnelldurchlauf

Werbung auf Facebook ist nicht am Ende, daran rüttelt auch der Skandal nicht. Jetzt ist jedoch der ideale Zeitpunkt, die Fühler in die weitere Social-Media-Welt auszustrecken. Die vorgestellten Alternativen haben alle ihre Daseinsberechtigung und funktionieren bei ernsthaftem Einsatz sehr gut. Für das kleine Budget können wir Pinterest empfehlen, da sich dort einfach noch nicht so viele Werbetreibende tummeln, die den Preis nach oben drücken. Wem es um die größtmögliche Reichweite (ohne FB) geht, sollte es mit YouTube und/oder AdWords probieren. Der Preis für hohes Engagement, gerade bei jungen Usern, geht derweil an Instagram.

Und jetzt?

Die Wahl eines Werbemediums ist ein komplexer Prozess, der eine gute Kenntnis des eigenen Unternehmens und der Zielgruppe benötigt. Wir unterstützen Marken seit mehr als 10 Jahren dabei, die beste Entscheidung für ihr Business zu treffen. Wenn auch sie von unserer Erfahrung profitieren möchten, schreiben sie uns einfach eine Mail an:
hello@camao.one

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Die Autorin

Christian Eckert vor rotem Hintergrund Cornelia Göppel
Senior Account Managerin, München
Cornelia bei Xing