Slack – Das Kommunikations-Tool der Zukunft?

Ein Beitrag von Julia Steidl.

Ein immer wiederkehrender Prozess: In Unternehmen werden eine Vielzahl an Kommunikations-Tools eingesetzt. Aber genau dann kommt es zum Chaos – was habe ich wo geschrieben? In welchem Tool wurde mir der aktuelle Stand der bevorstehenden Pitch-Präsentation gesendet? Typische Fragen, die man sich stellt, wenn zu viele Kommunikationswege genutzt werden.

Es gibt eine Antwort auf alle diese Fragen: SLACK! Ein Messenger-Tool, welches mich bereits im Studium überzeugt hat, als optimales Kommunikationsmittel zu funktionieren.
Nach einigen Semestern fleißiger Erfahrung glaube ich, dass sich Slack auch in Unternehmen als digitalen Arbeitsplatz integrieren lassen kann.

Aber jetzt mal Klartext: Was ist Slack?

Schön, dass Du fragst! Und nein, dabei geht es nicht um die bekannte Sportart mit einem gespannten Seil zwischen zwei Bäumen. Slack ist ein Tool, dessen Einsatzfelder im Beruf unfassbar flexibel sind. Es ist in erster Linie ein hervorragender Messenger, um online zu kommunizieren, Teams zu organisieren und Daten auszutauschen. Der für mich ansprechendste Aspekt ist, dass Transparenz hier großgeschrieben wird. Mit der Suchfunktion ergibt sich die optimale Möglichkeit, Informationen einzugrenzen und diejenigen wieder zu finden, welche benötigt werden, um die Arbeit zu erledigen.

Für jedes Projekt kann man einen eigenen Workspace (digitaler Arbeitsraum) einrichten. Dieser besteht aus Channels, die nach unterschiedlichen und beliebig vielen Themen – wie Abteilungen, Projekte oder Standorte – organisiert sein können. Sie können entweder öffentlich sein oder nur für bestimmte Nutzer zur Verfügung stehen.

Die Kommunikation in Slack basiert auf Nachrichten – sowohl in Channels, als auch per Direktnachricht. Natürlich sollte der Großteil der Kommunikation in offenen Channels stattfinden, damit ein leicht einsehbares und durchsuchbares Archiv mit der gesamten Arbeit des Teams entstehen kann.

Um nicht von Nachrichten überhäuft zu werden, kann man eigenständig entscheiden, wann der jeweilige Channel geöffnet wird. Bedarf ein Thema besonderer Aufmerksamkeit, können Push-Notifications eingeschaltet werden, um stetig informiert zu werden. Dabei kann zwischen Benachrichtigungen auf dem Desktop, mobilen Gerät oder per E-Mail ausgewählt werden.

Und worin besteht der Mehrwert?

Slack ist, was Du daraus machst. Ein digitaler Arbeitsplatz, das Kernstück der Organisation – ein Ort, an dem alle Mitglieder einer Gruppe zusammenkommen. Man könnte von einer allumfassenden Informationszentrale sprechen.

Slack erleichtert die Kommunikation, indem es Tools von Drittanbietern, die sich im täglichen Gebrauch befinden (wie z. B. Google Drive, Trello, Dropbox, GitHub) integriert, und sie somit in den Schatten stellt. Diese Verknüpfung erspart das stetige jonglieren zwischen mehreren Apps oder Fenstern und wird zum Ort, an dem jeder sein Bestes geben kann. Für einen tieferen Einblick in die rasante Erfolgsgeschichte und Marketingstrategie des Startups aus San Francisco, geht’s hier zum Video.

Praxisbeispiel aus dem Studium

Wie bereits erwähnt, habe ich erste Erfahrungen mit Slack während meines Studiums der Online-Kommunikation sammeln können. Eingeführt wurde das Tool für die Arbeit in Lernagenturen: Die Studierenden arbeiten in Teams an realen Aufgaben mit Partnern aus der Wirtschaft, NGOS oder öffentlichen Institutionen. Ein gutes Beispiel liefert das Ergebnis meiner letzten Lernagentur im Bereich Online-Marketing. Hier entwickelte unser Team ein Konzept für die Vermarktungsstrategie des Self-Publishing Plattformanbieters für digitale Magazine: Wondermags. Die gesamte Kommunikation während der Lernagentur – zwischen Professor, Studierenden und Kunde – lief über Slack. Gerade weil der Studiengang sehr praxisorientiert ist und deshalb aus mehreren Projektarbeiten besteht, arbeiten Studierende mittlerweile (auch privat) regelmäßig mit dem Kommunikations-Tool.

Verschiedene Preismodelle

Das erste Preismodell ist kostenlos und besonders gut geeignet für das Arbeiten in kleineren Teams. Das zweite Preismodell – Slack Standard – ist für größere Teams gedacht, die Slack als Mittelpunkt ihrer Kommunikation nutzen. Dabei zahlt das Unternehmen 8$ pro aktivem Nutzer im Monat. Eine Übersicht von allen weiteren Preismodellen gibt’s hier.

Mein persönliches Fazit

Slack ist ein einfaches, dennoch mächtiges Tool, welches Teams ermöglicht, sich erstklassig auszutauschen. Dokumente, Status-Updates und Informationen sind sowohl komplett überschaubar, als auch durchsuchbar – ein Arbeiten auf transparenter Ebene mit einem potentiellen Mehrwert, gerade für räumlich getrennte Teams.

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Die Autorin

Julia Steidl
Praktikantin, Darmstadt
Julia bei Xing