Warum die Next Generation das Denken der Wirtschaft verändert

Studiendeckblatt "Next Generation"

Ein Beitrag von Philipp Schlosser.

Mit welchen Teilen der Wertschöpfungskette verdienen Unternehmen in Zukunft ihr Geld? Muss und kann sich der Mittelstand neu erfinden, um in der nächsten Generation seine Position halten bzw. ausbauen zu können? Wie kommt „neues Denken“ in die Unternehmen?

Fragen wie diese waren die Ausgangsbasis der 17. Mittelstandsstudie der Initiative Unternehmerperspektiven. Unter dem Titel „Next Generation: Neues Denken für die Wirtschaft“ lud die von der Commerzbank geführte Initiative zum Event beim Hessischen Rundfunk ein, um die Erkenntnisse mit dem deutschen Mittelstand zu teilen und zu diskutieren. Moderator Jan Hofer führte durch den kurzweiligen Abend, dessen Mittelpunkt eine Podiumsdiskussion mit spannenden Gästen darstellte.

So diskutierte die Geschäftsführerin eines Herstellers für Messwerkzeuge und Präzisionsteile mit dem eines Energieversorgers. Auch die digitale Branche war durch den Bundesvorsitzenden des Wirtschaftsverbandes „Die Jungen Unternehmer“ auf der Bühne und trug unter Verwendung ausreichend vieler Anglizismen ebenso mit neuen Erkenntnissen zum Abend bei, wie die Commerzbank selbst.

 

Spätestens nach dem satirischen Nachwort von Alfons, dem liebenswerten Journalisten mit dem Puschelmikrofon, stand fest, dass der deutsche Mittelstand nicht nur Exportweltmeister, sondern auch auf einem guten Weg in die digitale Zukunft ist.

In sehr offenen und überaus interessanten Gesprächen mit Inhabern und Geschäftsführern konnte ich im Anschluss zwischen den Buffets genaueres erfahren. Die Erkenntnis: In so manchem Betrieb stößt der „digital-native-Nachwuchs“ Diskussionen über angewandte Methoden an, die aus Sicht des Seniors bisher noch immer erfolgreich waren. Nicht selten bringen Enkel Ideen ins Unternehmen, die der Gründer nur schwer nachvollziehen kann. Und wiederum überraschen die „alten Hasen“ ihren Nachwuchs mit Ideen zu Technologien, die in gemeinsamer Erarbeitung mit dem technisch versierterem Junior das Geschäft revolutionieren.

So hat sich wieder einmal bestätigt, wie wichtig der Austausch auf Augenhöhe ist – und wie entscheidend es ist, Branchen, Märkte und Bedarfe zu verstehen. Nur, wenn wir uns als Agentur dieses Wissen weiterhin aneignen, können wir unseren Kunden in der Beratung ebenbürtig zur Seite stehen.

Nur durch ehrlichen Austausch ist es uns möglich nachzuvollziehen, wieso manch ein Unternehmen noch eine Weile nicht die digitalen Möglichkeiten ausschöpfen wird – während andere gar nicht weit genug vorne dran sein können. Und nur so können wir verstehen, welche Chancen die digitale Transformation wirklich bedeuten – und wieso tradierte Unternehmen mit Bedacht vorgehen müssen.

Alles in Allem kann festgehalten werden, dass der Mittelstand zu großen Teilen für neues Denken bereit ist. Und der Generationenwechsel in vielen Unternehmen wohl einen Wandel in Taten und Geschäftsmodellen erwarten lässt.

Die Studie zum Download

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Der Autor

Philipp Schlosser Philipp Schlosser
Senior Concept Developer, Darmstadt
Philipp bei Xing