Generation: Conversational Interfaces

Ein Beitrag von Patrick Herber.

Aktuell beschäftige ich mich intensiv mit den Themen Sprachassistenten und künstliche Intelligenz (KI) sowie den Umgebungen Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR). Hier gilt es, neue Interaktionswege zu finden und langsam zu etablieren: Gesten und Stimme, Blickrichtung und Bewegung. Wir entfernen uns perspektivisch von „gewohnten“ Benutzeroberflächen, wenngleich das klassische Display mit seinen graphischen User Interfaces sicher nicht komplett verschwindet – das Tor zu Conversational User Interfaces (CUI) und damit auch Conversational User Experience (CUX) steht mittlerweile weit offen.

Aber wie gestalte ich eigentlich Sprache? Wie kann man Dialoge möglichst lebendig, interessant und eben nicht wie eine stupide Blechbüchse klingen lassen? Wie definiere ich den Charakter eines virtuellen Gegenübers? Wie gehe ich mit Emotionen um? Wie bleibe ich trotzdem funktional und nützlich? Und wie lassen sich solche Themen zukünftig möglichst nahtlos in unseren Alltag integrieren?

Die nächste Etappe der Mensch-Computer-Interaktion

Stolz präsentierte Siri-Erschaffer Dag Kittlaus im Mai die die erste öffentliche Demo von „Viv“ – eine globale Plattform zur Erstellung intelligenter Conversational Interfaces.

Apple Chef Tim Cook äußert sich im aktuellen Interview über die Vorteile und bessere Zukunftsperspektive von AR gegenüber VR.

Wir kennen virtuelle Sprachassistenten wie Siri, Google Now und Cortana bereits von unseren Smartphones. Seit wenigen Tagen mischt nun auch Amazons Alexa in Deutschland mit und greift nach einem Platz in unseren smarten Wohnzimmern und Häusern.

Und Apple präsentierte sein neuestes Modell erst kürzlich mit kabellosen Kopfhörern. Solche In-Ears ins Sortiment aufzunehmen, ist sehr mutig. Auch wenn wir es jetzt noch nicht sehen und sicher noch große Hürden zu nehmen sind: Der Computer (oder zumindest das akustische Interface) als kleiner Knopf im Ohr ist ein weiterer großer Schritt.

Die Angst vor künstlicher Intelligenz

Aus Hollywood kennen wir es nur zu gut: Künstliche Intelligenz bringt auch Ängste mit sich. Von „Hasta la vista“ über „Matrix“ bis hin zu „2001: A Space Odyssey“ – Misstrauen, Datenschutz, Kontrollverlust. Eine spannende deutsche Doku hierzu habe ich kürzlich bei „Quarks & Co“ gefunden: „Außer Kontrolle? Wenn Computer die Macht übernehmen“.

Eine etwas andere Vision zum Thema KI könnt Ihr im Film „Her“ (mit Joaquin Phoenix & Scarlett Johansson) erleben. Den Film kann ich Euch wirklich nur empfehlen. Hier geht’s zum Trailer.

Ich bin gespannt, wie die Reise weitergeht.

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Der Autor

Patrick Herber Patrick Herber
Senior Concept Developer, Darmstadt
Sophie bei Xing